Semana Santo

Die Semama Santo ist in Ecuador mit der Osterwoche in Deutschland zu vergleichen.  Genauso werden hier am Palmsonntag Sträuße verkauft und am Karfreitag kein Fleisch gegessen. Was jedoch hier andres ist, ist dass man hier weder in Supermarkt noch auf den Straßen merkt das Ostern ist, weil es keine Werbung und auch ziehmlich wenig Dekoration gibt. Weil das Marketing des Osterhasen hier fehlt, werden auch am Ostersonntag keine Eier gesucht. Ich muss aber sagen ich fand das gar nicht schlimm, weil hier wird sich etwas viel wertvolleres geschenkt, nämlich Zeit. Die ganze Osterwoche haben wir extrem viel Zeit mit meiner Gastoma und meinen Onkels und deren Familie verbracht. Eine meiner Gasttanten hat uns am Karfreitag zum "fanesca" Essen eingeladen. Die fanesca ist das Gericht, das hier so ziehmlich alle am Karfreitag essen. Gemacht wird es aus 10 verschiedenen Körnern und Bohnen, die getrennt gekocht werden, und anschließend mit Fisch zusammen zu einer Art Eintopf verkocht werden. Es sieht zwar nicht ganz so lecker aus, aber geschmacklich ist es echt nicht schlecht.
Eigentlich denkt ich mir immer, dass es noch ewig dauert bis ich wieder zurück nach Deutschland flieg. Genau das hab ich mir eigentlich immer gedacht. Bis ich mich mit der anderen Deutschen, die hier in Latacunga wohnt getroffen hab und sie mir gesagt hat das wir in 12 Wochen schon wieder heimfahren. Seit diesem Tag hab ich ein bisschen das Gefühl, dass mir die Zeit wegrennt. Nicht in dem Sinne, dass die Tage schneller vergehen, aber es ist so das ich meine Freunde hier so liebgewinnen hab, dass es mich traurig macht sie bald wieder verlassen zu müssen. Aus dem Grund machen wir den Rest der Zeit, der mir noch bleibt, immer richtig viel zusammen. 
Und worauf ich mich auf noch richtig freue ist, dass es in ein bisschen mehr als 2 Wochen auf die Galapagosinseln geht. Das wird ein mega Erlebnis, von dem ich euch natürlich auch erzählen werde !!!


Eure Anna